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Schlagloch (A):

Beim Durchfahren eines Schlaglochs taucht ein Laufrad mit großem Durchmesser weniger weit ein als ein kleines (a).
Das reduziert einerseits die Schlagintensität, bringt also mehr Komfort, und benötigt andererseits weniger Energie, um das Rad wieder aus der Senke zu heben. Unterm Strich geht weniger Geschwindigkeit verloren.

Bild_A

Hindernis (B):

Trifft der Reifen auf ein Hindernis, muss das Gewicht, das auf dem Vorderrad lastet (FG), mit Hilfe der Antriebskraft (FA) über

das Hindernis gehoben werden. Die Antriebskraft erzeugt dazu mit Hilfe von Hebel a ein Moment (FA x a) und dreht dabei das Rad über die Hindernis-Kante. Dem wirkt die Gewichtskraft über den Hebel b (FG x b) entgegen.

Bei einem größeren Laufrad ändert sich das Hebelverhältnis. Hebel a wächst im Verhältnis zu Hebel b stärker – zum Überwinden des Hindernisses wird also weniger Antriebskraft benötigt. Anders formuliert: Fahrer und Bike werden weniger stark gebremst.

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Rollwiderstand/Grip (C):

Reifen verformen sich unter Last und erzeugen dabei eine bestimmte Auflagefläche. Am vorderen Ende der Fläche befindet sich die Kippkante (K), die der Reifen während des Abrollvorganges ständig vor sich herschiebt. Die Kippkante wirkt wie ein kleines Hindernis, das andauernd durch Verformung des Reifens überwunden werden muss. Ähnlich wie in Skizze b erzeugt die Antriebskraft (FA) über den Hebel r ein Moment zum Überwinden der Kippkante, und die Gewichtskraft (FG) wirkt über den Hebel h dagegen.

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Je größer das Laufrad, umso stärker wächst Hebel r im Verhältnis zu h – das Laufrad rollt mit geringerem Energieaufwand. Die Auflagefläche ist bei 29-Reifen gegenüber 26-Pneus – bei gleichem Luftdruck, Profil und gleicher Breite – etwas schmäler, aber dafür auch länger. Dadurch greifen mehr Stollen gleichzeitig und erhöhen dadurch den Grip.

Quelle:  www.mountainbike-magazin.de